Dackelverse

Der Dackelblick

Schwärmend und in höchsten Tönen, darf ich von einem Herrn vernehmen, was sein kluger Hund so kann, da kommt so schnell kein anderer ran!

Das sein Tier ein Glücksfall ist, er dies täglich sehr geniesst. "Kurz ein Prachtkerl, liebe Frau, elegant und superschlau!"

"Und schau`n Sie nur, er trägt voraus, seine Leine bis zum Haus. Die Zeitung bringt er in der Früh, bevor ich mir den Kaffee brüh!"

Bewundernd hab ich zugehört. Von Lobeshymnen ganz betört, seh ich meinen Dackel an, der eigentlich ja gar nichts kann.

Leine trägt er nicht, der Wicht, auch die Zeitung bringt er nicht. Steht nur da und schaut mich an, weil er ja nichts anderes kann!

So, als sagte er zu mir, "mach keinen Zirkushund aus mir!" Verstanden habe ich sofort, dazu benötigt es kein Wort!

Denn dieser Blick ist unerreicht, bei dem ein Herz aus Stein erweicht. Sein "Kunststück" liegt, das ist der Kick! Im unerreichten Dackelblick!

von Elly Ulbrich

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Ein Lob auf den Dackel

 

Einen Dackel liebt man nicht, einem Dackel verfällt man.

Seit alters her ist es uns kund: Ein treues Wesen ist der Hund, und gern schafft solch ein Tier sich an, wer`s braucht und es sich leisten kann.

Die Arten sind recht unterschiedlich, sie sind teils streitbar und teils friedlich, hell, dunkel oder auch gefleckt, teils knapp, teils stark mit Haar bedeckt.

Doch gleich, was jeder sich erkoren, ich bin auf Dackel eingeschworen, auf diese kleinen Satansbraten ich will euch auch den Grund verraten.

Ein jeder Mensch, der mir bekannt, ist auf Gehorsam wild entbrannt, und stets zu jedem Dienst von Nöten, und nur der Dackel hat mit allen diesen Sachen nichts zu tun.

Gewiss, in lichten Augenblicken Gehorcht er mal aus freien Stücken, doch passt`s im nicht, schaut er dich an, wie`s eben nur ein Dackel kann, mit schrägem Blick, ganz vorwurfsvoll, als frage er: " Was soll das wohl? Zum Dienen bin ich nicht geboren"

Er schlackert knallend mit den Ohren Und ist im Bruchteil von Sekunden Hinterm Sofa schon verschwunden, wo still und leise er beharrlich hockt, bis dann ein freundlich Wort in lockt.



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Ich bin ein Dackel

Ich bin ein Dackel frech und jung,
voll Übermut und voller Schwung.

Im Zuchtbuch steht ich bin von Adel
Mein Körperbau sei ohne Tadel.

Und was mit dem Gebiss wird sein,
das stellt sich in sechs Monat ein.

Doch sehe ich hier kein Bedenken,
man muss mir nur ein Knochen schenken!

Der macht die Zähne, nach Bedarf,
auch noch für andere Sachen scharf!

Ganz wunderbar ist rohes Fleisch,
nur kein Gewürz und nicht zu weich!

Und Gassi gehen, das muss sein,
sonst mach ich in die Stube rein.

Der grüne Wald ist mein Revier,
dass ist was für das Dackeltier.

Auch an Flüssen und an Seen,
geh ich Jagen das ist schön.

Die Düfte geh`n mir in die Nase,
wo sind Kätzchen, Mäuschen wo der Hase.

Ich forsch gerne im dicksten Dreck
Und ist`s am schönsten ist, muss ich weg.

Wie schrill klingt dieses Rufen,
Pfeifen, lass später mich gern Einseifen.


Ist das für mich auch eine Qual,
ich freu mich schon auf das
nächste mal!

Liebkost man mich, hab ich es gern,
ich bin treu ergeben meinem Herrn!

Freut sich der Mensch,
freut sich der Dackel.

Ich weiß, ich muss gehorsam sein,
dann darf ich auch ins Bettchen rein.

Nur zu den Füßen, ich sag`s euch ehrlich,
dass find ich himmlisch , einfach herrlich!

Das ich heut hier der Star,
dass ist doch einfach wunderbar.

Bin meines Wertes mir bewusst,
voll Stolz schwellt mir die Dackelbrust.

Mein Stammbaum spricht für gute Rasse,
wir DACKEL sind nun einmal Klasse!

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Herr und Hund

Ein Mensch, im Kopf sonst kerngesund,
beschließt: Ich kauf mir einen Hund.
Der ist mutig, treu und schön,
wird viel mit mir spazieren gehn,
bringt Freude ins Familienleben,
wenn wir ihm tüchtig Futter geben.


Daß dies sein erster Trugschluss war,
wird diesem Mensch erst später klar.
Er kann es jetzt noch nicht erfassen,
auf was er sich da eingelassen.


Wo Ruhe war bisher im Haus,
erklingt es nun wie Sturmgebraus.
Die Nachbarn haben bald vernommen:
Ein kleiner Hund ist angekommen.


Gesetze, die bis dahin galten,
beginnt das Kerlchen auszuschalten.
Er setzt sich sofort obenauf,
bestimmt des Menschen Lebenslauf.


Die Hobbys, die er immer pflegte,
den Garten, den er so schön hegte,
verblassen schnell zur gleichen Stund,
der Mensch denkt nur noch an den Hund.


Und dieser nützt das weidlich aus,
ist Boß im Garten und im Haus,
darf alles, was bisher verboten,
beschmutzen mit den süßen Pfoten.


Die Schuhe und das Sofakissen
werden erst mal klein gebissen.
Der Rasen und die Fliederbüsche
verlieren schnell von ihrer Frische.


Der Garten - einst des Hauses Zier -
wird umgepflügt vom Hundetier.
Auch die Wohnung - gut geputzt -
wird als Hundespielplatz nun genutzt.


Für den Mensch nebst Kinderschar
der Teppich früher heilig war,
der Hund mißachtet das Tabu,
er pinkelt drauf - und scharrt es zu.


Der Mensch beschließt daraufhin still,
dass er den Hund erziehen will.
Doch bald wird ihm sehr deutlich klar,
daß dies der zweite Trugschluss war.


Wo er ganz freundlich sagt: "Komm her",
da rennt der Hundling kreuz und quer.
Sagt er: "Hund, hör auf zu raufen",
hört man das Tier verächtlich schnaufen.


Zur Lösung dieser Seelenqual
bleibt ihm am Ende keine Wahl.
Sich selbst - und auch dem Hund zuliebe -
stürzt er sich ins Vereinsgetriebe.


Er hofft, nun wird sein Los sich wenden -
doch dieser Mensch wird schrecklich enden.
Ist ihm ein Rest Verstand geblieben,
wird der im Club ihm ausgetrieben.


Bald stellt er fest - ist sehr beglückt:
Die Leute hier sind auch verrückt!
Wo andere sich richtig pflegen,
beginnen die sich aufzuregen.


Nicht über Fußball, Weib und Bier,
der Grund ist nur das Hundetier.
Gesprochen wird von der Dressur
und manchen Pudels Haarfrisur.


Den Mensch stört nicht, was rings passiert,
der Hund wird jedenfalls dressiert.
Was hierbei alles schon geschehen,
das glaubt nur der, der es gesehen.


Der Hund, der sonst beim Laufen pennt,
entwickelt plötzlich Temperament.
Unterordnung - nie gehört,
weh dem, der mich beim Spielen stört.


Und neben all den Herrn, den trüben,
sieht man auch manches Frauchen üben.
Sie machen eifrig mit und munter,
rennen den Platz rauf und wieder runter.


Der Hund versucht sich durchzusetzen,
man sieht ihn samt der Frau entwetzen.
Sie flattert waagrecht an der Leine,
nach oben reißt es ihr die Beine.


Dann schlagen beide wie im Traum
einen Klasse Purzelbaum.
Das Herrchen kommt - beugt sich zum Hund:
Gott sei Dank, er ist gesund."


Mein Hund ist spitze - ich bin fit,
die nächste Prüfung mach ich mit.
Am Prüfungstag wird ihm dann klar,
dass dies ein neuer Trugschluss war.


So wird am Morgen unser Held
dem strengen Richter vorgestellt,
beschaut die Wiese sorgenvoll,
auf der sein Hund gleich suchen soll.


Er sieht den Kot der vielen Hasen,
was Kühe legten auf den Rasen.
Sieht innerlich schon voll Entsetzen,
seinen Hund dieselben hetzen.


Später hört er ganz benommen,
wie viele Punkte sie bekommen.
"Von nun an", sagt er bescheiden,
" bist du der Größte von uns beiden."


Die zweite Runde wird gestartet -
die böse Unterordnung wartet.
Das "Fuß" klingt voller Schmelz und Locken,
der Hund - total perplex - bleibt hocken.


Links schräg zur Hecke - geht´s voraus,
der Hund läuft langsam trotz Applaus.
Total geschafft - wie hingemäht,
erntet der Mensch, was er gesät.


Beschwörend spricht der Herr zum Hund:
"Verlaß mich nicht in dieser Stund".
Als nächstes kommt der Schutzdienst dran.
Jetzt zeigt das Tierchen, was es kann.


Bedrückt war ihm schon länger klar,
daß Herrchen nicht zufrieden war.
Jetzt wird gebissen, bis es kracht,
damit mein Herrchen wieder lacht.


Glücklich geht der Hund davon,
der Richter zählt die Punkte schon.
Der Mensch beschließt in dieser Stund:
"Ich kauf mir einen Schäferhund!"


Sie haben beide überlebt,
den Orden an die Wand geklebt.
Der Hund schielt ganz empört hinüber:
"Ne schöne Fleischwurst wär mir lieber."


Jedoch das Clubgeschehn ist heiter,
es geht in schöner Vielfalt weiter:
Sommerfest und Weihnachtsfeier,
Versammlungstrubel, Ostereier,
Neujahrstrunk und Karneval.
Wer noch nicht hat - wer will nochmal?


Und die Moral von der Geschicht,
besieht man alles mal bei Licht:
Denkst du des Hundes Herr zu sein,
hebt der verächtlich nur sein Bein.

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Der Teckel


Der Teckel ist ein Freund-

ein hübscher kleiner.

Der Teckel-

doch nicht irgendeiner.

Er hat Charakter,

ist ein „Ich“.

Wenn er dich liebt,

liebt er nur Dich !

Er spielt mit Dir,

er spricht mit Dir.

Klug wie ein Mensch,

treu wie ein Tier.

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